Saudi-Arabien hat angekündigt, die Blockade der Flug- und Seehäfen im Bürgerkriegsland Jemen zu beenden. Vor einer Woche hatte die von dem Land geführte Koalition die Flug- und Seehäfen des Jemen geschlossen. Anlass war ein Raketenangriff der Huthi-Rebellen auf die saudische Hauptstadt Riad. Hilfsorganisationen hatten daraufhin vor einer Hungerkatastrophe gewarnt, weil kaum Hilfsgüter ins Land kommen konnten.

Es würden weiterhin alle Schritte unternommen, um das Leiden der jemenitischen Bevölkerung zu lindern, teilte die saudische Vertretung bei den Vereinten Nationen über Twitter mit. Als erster Schritt würden innerhalb von 24 Stunden die Häfen unter Kontrolle der jemenitischen Regierung wieder geöffnet. Zuvor hatte bereits Jemens Transportminister Murad al-Halimi angekündigt, die Koalition werde die Blockade teilweise aufheben.

Für humanitäre Hilfe wichtig sind neben dem Hafen von Aden der Flughafen in Jemens Hauptstadt Sanaa sowie der Seehafen in Hudaida. Beide stehen aber unter Kontrolle der Huthis. Die Koalition erklärte, auch von Rebellen kontrollierte Häfen öffnen zu wollen. Dafür verlangte sie aber, dass die Vereinten Nationen Expertenteams dorthin senden. Diesen sollten die Kontrollmechanismen gegen Waffenschmuggel überprüfen. Saudi-Arabien wirft dem Iran vor, Waffen und Raketenteile an die Huthi-Rebellen zu schmuggeln.   

Eine von Saudi-Arabien angeführte und von den USA unterstützte Militärkoalition kämpft seit 2015 gegen die schiitischen Huthi-Rebellen. Die Huthis kontrollieren die größten Teile im Norden des Landes, darunter auch die Hauptstadt Sanaa. Der schiitische Iran, ein Rivale des sunnitischen Saudi-Arabiens, unterstützt die Rebellen.