In der EU ist die Zahl der Asylbewerber laut Medienberichten um die Hälfte gesunken. Von Januar bis September sind 479.650 erstmalige Anträge registriert worden. Das sind 50 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2016, wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe unter Berufung auf neue Zahlen der EU-Statistikbehörde Eurostat berichten. Im gesamten Jahr 2016 beantragten demnach noch 1,2 Millionen Flüchtlinge Asyl in der EU, 2015 waren es etwa 1,25 Millionen.

Nach den Zahlen des Bundesinnenministeriums, die aktueller sind als die EU-Zahlen, sind bis November 207.157 Asylanträge gestellt worden. Das sind 71 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs mit 723.027 Anträgen. Deutschland ist das wichtigste EU-Zielland für Asylbewerber.

Inzwischen werden der Statistik zufolge europaweit weniger als die Hälfte der Asylanträge in erster Instanz anerkannt. Die Quote der positiven Entscheidungen lag demnach im zweiten Halbjahr 2016 bei 62 Prozent, im ersten Halbjahr 2017 bei 48 Prozent und im dritten Quartal des aktuellen Jahres nur noch bei 43 Prozent.

Auch halbierte sich die Zahl der registrierten unerlaubten Einreisen und Einreiseversuche. Das berichtet die Heilbronner Stimme unter Berufung auf Angaben der Bundespolizei. Demnach wurden bis Ende November 45.792 Personen angezeigt. Im Vorjahr waren es 111.000.