Die Vereinten Nationen haben ihr Budget für die kommenden beiden Jahre um 285 Millionen Dollar (rund 240 Millionen Euro) gekürzt. Die UN-Vollversammlung habe eine entsprechende Beschneidung um fünf Prozent beschlossen, teilten die Vereinten Nationen mit. Demnach stehen den UN damit künftig knapp 5,4 Millionen Dollar (rund 4,5 Milliarden Euro) zur Verfügung.

Mit ihrem Betriebsbudget finanzieren die Vereinten Nationen viele Aktivitäten, jedoch nicht die Friedensmissionen. Nach Angaben des Büros von Generalsekretär António Guterres beinhaltet das neue Budget Kürzungen bei den meisten Behörden und Büros.

In einer offiziellen Stellungnahme teilte die US-Regierung mit, dass sie für die Verhandlung der Kürzung verantwortlich sei. "Es ist bekannt, dass die Vereinten Nationen ineffizient und verschwenderisch sind", sagte die US-Botschafterin Nikki Haley laut Mitteilung. Die US-Regierung wolle es daher nicht zulassen, dass ihre Großzügigkeit weiter ausgenutzt werde oder ungeprüft bleibe. Bei der Kürzung handelt es sich laut Haley um einen großen Schritt in die richtige Richtung, dem weitere folgen werden.

Die USA zahlen rund 25 Prozent des UN-Budgets. US-Präsident Donald Trump hatte sich wiederholt dafür eingesetzt, die Beitragszahlungen der USA zu kürzen. Nach der gegen die USA gerichteten Jerusalem-Resolution setzte er erneut die US-Beiträge als Druckmittel ein. "Sie nehmen Millionen von Dollar, sogar Milliarden von Dollar, und dann stimmen sie gegen uns. Nun, wir beobachten diese Abstimmungen. Sollen sie gegen uns stimmen. Dann sparen wir eine Menge", sagte Trump.

In der vergangenen Woche hatte die UN-Vollversammlung die USA aufgefordert, die Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt zurückzunehmen. Gegen den mehrheitlich angenommenen Resolutionsentwurf hatten die USA zuvor im UN-Sicherheitsrat ihr Veto eingelegt.