Die französische Regierung hat dem Wunsch mehrerer Dschihadistinnen nach einer Rückkehr aus Syrien eine Absage erteilt. Die Frauen sollten nach Möglichkeit in Syrien vor Gericht gestellt werden, sagte ein Regierungssprecher den Sendern RMC und BFM TV. Allerdings müsste den französischen Staatsbürgerinnen ein Rechtsbeistand gewährt und generell ein "gerechter Prozess" gewährleistet werden.

Gebiete des IS in Syrien und Irak

September 2015: Maximale Ausbreitung des IS
 Gebiete unter Kontrolle
 Gebiete mit Unterstützung

November 2017:
 Rückzugsgebiet des IS*

Bei den Frauen handelt es sich um Extremistinnen, die von syrischen Kurden festgenommen worden waren. Unter ihnen ist auch die 33-jährige Emilie König, die 2012 nach Syrien ausgereist war und jahrelang Ausländer für die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) rekrutiert und in den sozialen Netzwerken entsprechende Propaganda verbreitet hatte. Sie war mit einem Dschihadisten liiert, der im Kampf getötet wurde.

Königs Anwalt hatte zuvor mitgeteilt, die Mutter wolle mit ihren drei in Syrien geborenen Kindern nach Frankreich zurückkehren. Sie bereue ihre Taten.

Nach Angaben des Regierungssprechers werden die französischen Behörden jeden Einzelfall prüfen. In syrischen Gefängnissen sollen mehrere Franzosen einsitzen.