Die südkoreanische Regierung hat Nordkorea vorgeschlagen, in der kommenden Woche Gespräche zu führen. Eine Zusammenkunft auf hoher Ebene könne am 9. Januar im Grenzort Panmunjom stattfinden, sagte Vereinigungsminister Cho Myong Gyon. Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un hatte zuvor in seiner Neujahrsansprache gefordert, dass sich die Beziehungen zwischen Nord- und Südkorea verbessern müssten.

Neben einer möglichen Beteiligung Nordkoreas an den Olympischen Winterspielen im Februar im südkoreanischen Pyeongchang könnte man auch über andere Themen zur Verbesserung der bilateralen Beziehungen sprechen, sagte Cho. Südkoreas Präsident Moon Jae In machte bessere Beziehungen zu Nordkorea von der Lösung der Frage des nordkoreanischen Atomprogramms abhängig. Südkorea müsse sich eng mit seinen Verbündeten und der internationalen Gemeinschaft abstimmen, sagte Moon.

Kim Jong Un hat in der Ansprache gesagt, dass sich Regierungsvertreter beider Länder dringend treffen sollten. Er schlug vor, eine nordkoreanische Delegation zu den Olympischen Winterspielen zu schicken. Das Olympia-Organisationskomitee zeigte sich dafür aufgeschlossen. Nach mehreren nordkoreanischen Raketentests hatte sich das Verhältnis der beiden Länder im vergangenen Jahr verschlechtert.

Zugleich hat Kim Jong Un in der Ansprache auch den USA mit einem atomaren Angriff gedroht. "Der Atomknopf ist immer auf meinem Tisch", sagte Kim. Das gesamte US-Festland sei in der Reichweite der nordkoreanischen Raketen.