Die Führung von Nordkorea strebt eigenen Angaben zufolge eine Annäherung mit Südkorea an. In einer Botschaft rief das Regime in Pjöngjang alle Koreaner zu einem Durchbruch zur Wiedervereinigung auf, wie Staatsmedien berichteten. Dabei solle auf Hilfe durch andere Länder verzichtet werden. Alle Koreaner sollten den Kontakt, das Reisen und die Zusammenarbeit zwischen Nord- und Südkorea unterstützen. Das Regime in Pjöngjang wolle sämtliche Widerstände gegen eine Vereinigung zerschmettern.

Machthaber Kim Jong Un hatte sich bereits in der Vergangenheit für eine Wiedervereinigung ausgesprochen. CIA-Direktor Mike Pompeo sagte diese Woche in einer Rede, Kims ultimatives Ziel sei die Wiedervereinigung der koreanischen Halbinsel "unter seiner Herrschaft". Die Entwicklung von Atomwaffen solle dazu beitragen, dieses Ziel zu erreichen.

Nord- und Südkorea hatten sich vor Kurzem nach monatelang zunehmenden Spannungen darauf geeinigt, dass eine nordkoreanische Delegation an den Olympischen Winterspielen in Südkorea teilnimmt. Mit Zustimmung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) wird Nordkorea 22 Sportler sowie Künstler und Funktionäre zu den Spielen vom 9. bis 25. Februar in Pyeongchang schicken. Es waren die ersten Gespräche seit mehr als zwei Jahren zwischen den beiden Staaten, die sich formell noch im Kriegszustand befinden.