US-Präsident Donald Trump hat dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un mit der Größe und Mächtigkeit seines Atomwaffenknopfs gedroht. "Wird jemand aus seinem verarmten und ausgehungerten Regime ihn bitte darüber informieren, dass auch ich einen atomaren Knopf habe", twitterte der US-Präsident. "Aber er ist viel größer und mächtiger als seiner, und mein Knopf funktioniert!"

Kim Jong Un hatte die USA in seiner Neujahrsansprache aufgefordert, Nordkorea als Atommacht anzuerkennen. Die USA sollten wissen, dass er einen Atomwaffenknopf auf seinem Schreibtisch habe, sagte Kim.

Kim Jong Un schlug in seiner Neujahrsansprache aber auch moderate Töne an und bot Südkorea einen Dialog zum Abbau der Spannungen an. Auch Südkorea zeigte daraufhin Bereitschaft zum Gespräch und schlug für ein Treffen von Vertretern beider Seiten den 9. Januar vor. Es wäre das erste Treffen seit zwei Jahren.

Die USA trauen den jüngsten Annäherungsversuchen jedoch nicht. "Wir werden die Gespräche nicht ernst nehmen, wenn sie nichts unternehmen, um alle Atomwaffen in Nordkorea zu verbannen", sagte die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley. In Nordkorea sei ein "sehr rücksichtsloses Regime" an der Macht. "Wir glauben nicht, dass wir ein Heftpflaster brauchen, und wir glauben nicht, dass wir lächeln und ein Foto machen müssen", sagte Haley. Die USA würden eine nukleare Aufrüstung Pjöngjangs "niemals akzeptieren".

US-Präsident Donald Trump hatte mit Blick auf mögliche Gespräche auf Twitter zunächst geschrieben: "Vielleicht ist das eine gute Nachricht, vielleicht nicht – wir werden sehen."

Ungeachtet internationaler Proteste und verschärfter Sanktionen treibt Nordkorea seine atomare Aufrüstung voran und richtet immer wieder Drohungen gegen Südkorea und die USA. Im September hatte das international isolierte Land eine Wasserstoffbombe getestet. Ende November hatte sich Nordkorea mit dem Test einer Interkontinentalrakete gebrüstet und erklärt, das gesamte US-Festland liege nun in Reichweite nordkoreanischer Raketen.