Das US-Repräsentantenhaus hat für eine Übergangslösung im Haushaltsstreit gestimmt. Um eine Haushaltssperre zu verhindern, beschlossen die Abgeordneten mit 230 zu 197 Stimmen eine Zwischenfinanzierung bis zum 16. Februar. Ein sogenannter Shutdown ist damit noch nicht abgewendet. Er würde den Stillstand großer Teile von Regierung und Verwaltung bedeuten, da die Finanzierung nicht mehr geregelt ist. 

Denn der Entwurf muss auch noch die zweite Kammer des Kongresses, den Senat, passieren, um wirksam zu werden. Dort stellen die Republikaner zwar ebenfalls eine Mehrheit und kontrollieren den Senat mit 51 zu 49 Stimmen, brauchen aber 60 Stimmen, um das Gesetz zu verabschieden. Davon sind sie bisher weit entfernt und die Demokraten haben Widerstand angekündigt. Sie wollten den Streit über die Einwanderungs- und Grenzschutzfragen über das Ausgabengesetz klären.

In der Nacht zum Samstag um Mitternacht läuft in den USA eine Frist ab, bis zu der es eine Einigung geben muss. Ohne Einigung stellt die Verwaltung die Arbeit ein und die Regierung gilt als zahlungsunfähig. Ämter und Behörden blieben geschlossen, aber auch bundeseigene Museen oder andere Freizeiteinrichtungen. Besonders wichtige Einrichtungen wie Militär oder Grenzkontrolle erhielten den Betrieb jedoch aufrecht. Das Pentagon würde nur die zivilen Mitarbeiter nach Hause schicken.

Demokraten und Republikaner gaben sich bereits gegenseitig die Schuld an den zähen Verhandlungen. Hintergrund des Streits ist zwar eine Erhöhung der Schuldenobergrenze, die Republikaner und Demokraten haben den Streit aber um andere, strittige Themen aufgeladen: So fordern die Demokraten beispielsweise ein Schutzprogramm für Hunderttausende junge Migranten ohne Papiere, die sogenannten Dreamer. 

Ein Shutdown wurde seit Ablauf des US-Haushaltsjahres Ende September 2017 bereits drei Mal mit kurzfristigen Übergangsregelungen vermieden.