Bei den Brexit-Verhandlungen bahnt sich ein Streit über einen der entscheidenden Punkte an: die Rechte von EU-Bürgern in Großbritannien. Es bestehe ein Unterschied zwischen denjenigen, die vor dem Brexit nach Großbritannien gekommen seien, und denen, "die kommen werden, wenn sie wissen, dass Großbritannien kein Mitglied der EU mehr ist", sagte Premierministerin Theresa May vor Journalisten auf ihrer Asienreise. Die Verhandler der Europäischen Union wollen dagegen erreichen, dass nach dem angepeilten Austritt im März 2019 noch eine Übergangsphase bis Ende 2020 gilt, in der an den Rechten der EU-Bürger in Großbritannien nicht gerüttelt wird. Der Europa-Abgeordnete Philippe Lamberts sagte am Donnerstag, die EU werden an dieser Position festhalten.

Die Übergangsphase soll beiden Seiten helfen, sich besser auf die weitreichenden Folgen der Scheidung vorzubereiten.

Die Briten hatten im Sommer 2016 in einem Referendum mit knapper Mehrheit für einen EU-Austritt gestimmt. Dabei spielte die Eindämmung der Einwanderung nach einem starken Zuzug von EU-Bürgern aus ärmeren Ländern der Staatengemeinschaft eine große Rolle. Im Zuge der Verhandlungen mit der EU über die Details des Ausstiegs wurden Bedenken von Brexit-Befürwortern laut, dass das Referendumsergebnis nicht richtig umgesetzt werden könnte. 

May wies dies zurück. Es sei nicht dafür gestimmt worden, dass "sich nichts ändert, wenn wir aus der EU kommen". Die Regierung kümmere sich nun darum, dass das, was ihr von der Bevölkerung aufgetragen worden sei, auch erfüllt werde.