Im US-Kongress ist eine fristgerechte Einigung auf ein neues Haushaltsgesetz gescheitert. Für die amerikanische Regierung ist deshalb die zweite Haushaltssperre dieses Jahres in Kraft getreten. Das Weiße Haus hatte zuvor die US-Bundesbehörden angewiesen, sich auf einen Shutdown einzustellen. Die Haushaltsabteilung des Weißen Hauses bereite sich auf eine Unterbrechung der Zahlungen vor.

In beiden Kongresskammern stand ein Kompromiss über ein zweijähriges Haushaltsgesetz zur Abstimmung, den die Spitzen der Republikaner und Demokraten im Senat am Vortag ausgehandelt hatten. Der republikanische Abgeordnete Rand Paul hielt das Verfahren jedoch mit einer langen Rede auf. Er beklagte, dass das Gesetz die amerikanische Staatsverschuldung deutlich erhöhen würde. Der Politiker aus Kentucky sagte, er sei in den Kongress gekommen, um gegen Haushaltsdefizite zu kämpfen. Republikaner und Demokraten würden nun aber Geld bis zur Besinnungslosigkeit ausgeben.

Der Shutdown könnte jedoch von kurzer Dauer sein, da der Senat kurz nach Mitternacht erneut zusammentreten wollte und für kurz danach eine Abstimmung über den Haushalt ansetzte. Sollte der Senat dem Kompromiss zustimmen, muss noch das Repräsentantenhaus zustimmen, bevor US-Präsident Donald Trump seine Unterschrift daruntersetzen kann.