Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat den südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In zu einem Staatsbesuch nach Pjöngjang eingeladen. Er habe ihm vorgeschlagen, "so bald wie möglich" nach Pjöngjang zu reisen, teilte der Präsidentenpalast in Seoul mit. Den Angaben zufolge schrieb er in einem Brief an Moon auch über seine Absicht, die innerkoreanischen Beziehungen zu verbessern.

Die Einladung übermittelte Kims Schwester Kim Yo Jong, die  zu den Olympischen Winterspielen nach Südkorea gereist ist. Es ist das erste Mal seit drei Generationen, dass ein Mitglied der nordkoreanischen Herrscherfamilie den Süden besucht. Zuletzt mehrten sich die Signale für eine  Annäherung der beiden verfeindeten koreanischen Staaten. Den Brief überbrachte sie offenbar nicht allein, sondern mit einer hochrangigen nordkoreanischen Delegation, zu der neben Kims einflussreicher Schwester auch das 90 Jahre alte protokollarische Staatsoberhaupt Nordkoreas, Kim Yong Nam, gehörte.

Moon deutete an, diese Einladung anzunehmen. Sollte er wirklich nach Pjöngjang fahren, wäre es das dritte Gipfeltreffen der verfeindeten koreanischen Staaten.

Der südkoreanische Präsident soll dazu aufgerufen haben, die richtigen Bedingungen für die künftigen Beziehungen zu schaffen. Er habe Nordkorea zu einem Dialog mit den USA ermutigt, um den Konflikt um das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm zu lösen.