Der österreichische öffentlich-rechtliche ORF hat den Vizekanzler und FPÖ-Politiker Heinz-Christian Strache wegen der Behauptung verklagt, der Sender verbreite falsche Nachrichten. Der ORF teilte mit, Strache habe im Februar eine Veröffentlichung bei Facebook geteilt, die eine Verleumdung und Diskreditierung der Arbeit von 800 Journalisten darstelle.

Strache hatte einen Beitrag geteilt, in der dem ORF vorgeworfen wurde, "Fake News, Lügen und Propaganda" auf all seinen Kanälen zu verbreiten. Darin wurde auch einer der prominentesten Journalisten Österreichs, Armin Wolf, direkt angegriffen. Strache hat angeboten, sich bei Wolf zu entschuldigen.

ORF-Chef Alexander Wrabetz sagte, der Sender wolle, dass Strache von seinen Behauptungen absehe. Der ORF behalte sich das Recht vor, Schadenersatz zu fordern. Wrabetz sagte in einer Stellungnahme gegenüber der Nachrichtenagentur AP, der Sender verklage auch Facebook, weil sich das Unternehmen weigere, die von Strache geteilte Veröffentlichung zu entfernen.