Der Geheimdienstausschuss des US-Repräsentantenhauses hat Hope Hicks, langjährige Beraterin von Donald Trump und Kommunikationschefin im Weißen Haus, zur Russland-Affäre befragt. Wie Abgeordnete sagten, habe Hicks jedoch in der nicht öffentlichen Sitzung viele Antworten verweigert.

Als langjährige Vertraute des US-Präsidenten war sie in zahlreiche Entscheidungen der vergangenen Jahre eingeweiht. So antwortete sie, dass sie gelegentlich "Notlügen" für Trump erzählt habe, dies jedoch nicht Aussagen im Zusammenhang mit dem Präsidentschaftswahlkampf 2016 beträfe. Hicks kündigte zudem an, manche Fragen – etwa zum Zeitraum von der Präsidentenwahl bis zur Vereidigung Trumps – nicht zu beantworten. Damit befolgten sie und ihr Anwalt entsprechende Anordnungen aus dem Weißen Haus, nur Fragen zu Trumps Präsidentschaftskampagne zu beantworten.

Sarah Sanders, Sprecherin des Weißen Hauses, sagte, dass sich die US-Regierung in den Russland-Untersuchungen kooperativ zeige. Sie verwies auf Trump, der schon mehrfach betont habe, dass es während des Wahlkampfes keine Absprachen mit Russland gegeben habe.

Hope Hicks war in Entlassung von FBI-Direktor Comey involviert

Wie die New York Times berichtet, hatte Sonderermittler Robert Mueller Hicks bereits im Dezember zwei Tage lang befragt. Zudem sagte sie auch vor dem Geheimdienstausschuss des Senats aus. Laut der Zeitung sei Hicks eine wichtige Zeugin für den Geheimdienstausschuss, da sie in die Entlassung des ehemaligen FBI-Direktors James Comey involviert sei und auch Kenntnisse über ein Treffen zwischen Russen und Mitarbeitern von Trumps Kampagne im Trump Tower habe.

Seit fast einem Jahr untersucht der Ausschuss nun schon Verbindungen zwischen Trumps Wahlkampagne und Russland. Zuletzt gab es zwischen Demokraten und Republikanern Streit über ein Memo, in dem FBI und Justizministerium vorgeworfen wird, ihre Rechte missbraucht zu haben und Carter Page, einen ehemaligen Wahlkampf-Berater Trumps, auszuspionieren.