Österreichs Vizekanzler Heinz-Christian Strache hat sich im Streit um einen Facebook-Post außergerichtlich mit ORF-Moderator Armin Wolf geeinigt. Der FPÖ-Chef hatte Wolf in dem Beitrag vorgeworfen, Lügen und sogenannte Fake News zu verbreiten. Dafür werde sich Strache durch eine Anzeige in der Kronen Zeitung sowie zehn Tage lang auf seinem Facebook-Profil entschuldigen, schrieb Wolf in seinem Blog und auf seiner Facebook-Seite. Straches Sprecher bestätigte dies der österreichischen Nachrichtenagentur APA.

"Es gibt einen Ort, wo Lügen und Fake News zu Nachrichten werden", hatte Strache in dem Beitrag Mitte Februar geschrieben und ein Foto von Wolf im ZiB-Studio hinzugefügt. "Das sind der ORF und das Facebook-Profil von Armin Wolf", schrieb Strache weiter. Der Moderator verklagte ihn daraufhin wegen Kreditschädigung, Ehrenbeleidigung und übler Nachrede. Strache bezeichnete das Posting als Satire. Später löschte er es aus seiner Facebook-Chronik.

In dem Vergleich habe sich Strache außerdem verpflichtet, "diese oder sinngleiche Behauptungen zu unterlassen", teilte Wolf mit. Strache halte dort zudem fest, dass er "Dr. Armin Wolf stets als höchst korrekten und professionellen Journalisten erlebt habe" und seine Aussage als "unwahr" zurückziehe. Auch der ORF hatte wegen des Postings gegen Strache geklagt. Derzeit liefen Vergleichsgespräche zwischen den Anwälten, sagte ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz der österreichischen Nachrichtenagentur APA.

"Mir scheint diese Lösung fair und sinnvoller als ein möglicherweise jahrelanger Rechtsstreit durch mehrere Instanzen, da ich nicht annehme, dass der Vizekanzler eine (wahrscheinliche) Verurteilung ohne Berufungsverfahren akzeptiert hätte", schrieb Wolf in seinem Blogartikel. Strache zahle außerdem neben den Verfahrenskosten eine Entschädigung in Höhe von 10.000 Euro. Diese wolle er dem Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes spenden.