Die islamistische Terrormiliz Boko Haram hat viele der im Februar entführten 110 Mädchen freigelassen. Sie seien in Sicherheit, sagte Garba Shehu, ein Berater von Präsident Muhammadu Buhari. Weitere Details nannte er zunächst nicht.    

Zwei Eltern der betroffenen Mädchen berichteten der Nachrichtenagentur AFP, die Extremisten hätten etwa hundert Schülerinnen in neun Fahrzeugen in den Ort Dapchi im Nordosten Nigerias zurückgebracht und vor ihrer Schule abgesetzt. Augenzeugen sagten der Agentur AP, die Islamisten hätten die Menschen aufgefordert, ihre Töchter nie wieder zur Schule zu schicken. Dann seien sie abgezogen.

Kämpfer der Boko Haram hatten am 19. Februar ein Internat in Dapchi überfallen. Hunderten der Mädchen gelang die Flucht, 110 von ihnen im Alter zwischen elf und 19 Jahren blieben aber verschwunden. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International kritisierte, dass Militär und Polizei in den Stunden vor der Entführung mehrfach gewarnt worden seien. Das Militär wies das am Mittwoch zurück.

Der Vorfall erinnerte an die Entführung von 276 Mädchen aus einer Schule in der Stadt Chibok durch Boko Haram. Der Fall aus dem Jahr 2014 sorgte weltweit für Entsetzen. Fast ein Drittel der Mädchen ist bis heute nicht zu ihren Familien zurückgekehrt.