Ein Treffen von US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un kann nach Angaben des Weißen Hauses nur stattfinden, wenn Nordkorea überprüfbare Schritte zur Denuklearisierung des Landes begonnen hat, sagte Trumps Sprecherin Sarah Sanders. "Die USA haben keinerlei Zugeständnisse gemacht, aber Nordkorea hat einiges versprochen", sagte Sanders. Diese Versprechen müsse Pjöngjang nun einlösen. Wie eine eingeleitete Denuklearisierung verbindlich überprüft werden solle, sagte Sanders nicht.

"Der ultimative Verhandler und Dealmaker"

Sie sei aber zuversichtlich, dass Nordkorea sich an die Vereinbarungen halten werde. "Der Präsident ist voller Hoffnung, dass wir Fortschritte machen können", sagte Sanders. "Wir verhandeln aus einer Position der Stärke, anders als Nordkorea. Präsident Trump ist ganz sicher der ultimative Verhandler und Dealmaker." Er habe sich auf ein solches Treffen schon einige Zeit vorbereitet.

US-Außenminister Rex Tillerson sagte, die Ausarbeitung von Termin und Ort könne Wochen dauern. Auf die Frage an Sprecherin Sanders, warum sich Kim nun, anders als in der Vergangenheit, an Versprechen halten sollte, antwortete sie: "Die Politik maximalen Drucks" zwinge den Machthaber an den Verhandlungstisch. Sie wehrte sich außerdem gegen die Sichtweise, dass sich Trump mit dem Treffen auf eine Stufe mit dem skrupellosen nordkoreanischen Diktator stelle.

Trump telefonierte am Freitag mit seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping. Dieser habe die Aussicht auf einen Dialog zwischen den USA und Nordkorea begrüßt, teilte das Weiße Haus mit. Washington und Peking seien sich einig, die Sanktionen und den Druck auf Nordkorea aufrechtzuerhalten, bis das Land eindeutige Schritte in Richtung einer "vollständigen, überprüfbaren und unumkehrbaren Denuklearisierung" unternehme. China gilt als wichtigste internationale Stütze Nordkoreas.