US-Präsident Donald Trump hat nur wenige Stunden nach der Entlassung von US-Außenminister Rex Tillerson auch dessen Staatssekretär Steve Goldstein gefeuert. Das habe Goldstein mitgeteilt, berichtete die Nachrichtenagentur AFP.

Goldstein war Staatssekretär im US-Außenministerium und hatte der Presse Details zu Tillersons Entlassung verraten. Er sagte, dass Tillerson gegen seinen Willen entlassen worden sei: "Der Minister hatte die Absicht, wegen der greifbaren Fortschritte in wichtigen Fragen der nationalen Sicherheit im Amt zu bleiben." Zudem hatte Goldstein erzählt, dass der US-Präsident und Tillerson am Morgen nicht miteinander gesprochen hätten und der scheidende Minister nicht die Gründe für seine Ablösung kenne.

Nach seiner Entlassung sagte Goldstein zur AFP: "Ich freue mich auf etwas Ruhe." Seine Tätigkeit im US-Außenministerium sei "die größte Ehre meines Lebens" gewesen. Er danke dem Präsidenten und dem Minister für diese Chance.

Am Dienstagmittag hatte Trump per Twitter mitgeteilt, dass er Tillerson entlassen habe. Zu dessen Nachfolger ernannte er den bisherigen CIA-Chef Mike Pompeo. Als Grund nannte der Präsident unterschiedliche politische Ansichten, unter anderem bezüglich des Atomabkommens mit dem Iran. Trump habe aus dem Deal aussteigen oder etwas anderes damit machen wollen, Tillerson sei anderer Meinung gewesen. Dagegen hätten Pompeo und er eine sehr ähnliche Denkweise.