US-Präsident Donald Trump und der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un wollen sich in naher Zukunft  persönlich treffen. Ort und Zeit müssten noch bestimmt werden, teilte das Weiße Haus mit. Die Sanktionen würden vorerst weiter gelten.

Kurz zuvor hatte Südkoreas Nationaler Sicherheitsberater, Chung Eui Yong, in Washington verkündet, dass Trump eine Einladung Kims angenommen habe. Laut Chung sicherte Kim zu, die Raketen- und Atomtests bis zur einer Einigung zu stoppen. Regierungsvertreter in Seoul teilten mit, das Treffen solle bis Ende Mai stattfinden.

Trump bezeichnete das geplante Treffen mit Nordkoreas Machthaber als großen Fortschritt in den Bemühungen um ein Ende des nordkoreanischen Atomprogramms. Kim Jong Un habe mit den südkoreanischen Vertretern über Denuklearisierung gesprochen, nicht nur über ein Einfrieren, twitterte er.

Historischer Gipfel steht bevor

Ein Treffen zwischen dem Regierungschef Nordkoreas und einem amtierenden US-Präsidenten wäre das erste dieser Art. Die beiden Staaten sind offiziell seit dem Koreakrieg in den Fünfzigerjahren im Kriegszustand.

Südkoreas Sicherheitsberater hält sich derzeit mit einer Delegation in Washington auf. Er unterrichtet die US-Regierung über die Gespräche mit Nordkorea Anfang dieser Woche.

Südkorea hatte nach den Unterredungen in dem isolierten Land erklärt, Kim habe Gespräche mit den USA über das Atomwaffenprogramm seines Landes in Aussicht gestellt. Pjöngjang erwarte aber Sicherheitsgarantien.

Nord- und Südkorea vereinbarten auch einen Gipfel zwischen Machthaber Kim Jong Un und Südkoreas linksliberalem Präsidenten Moon Jae In im Grenzort Panmunjom im April.

Schon die Einigung zwischen Süd- und Nordkorea auf ein neues Gipfeltreffen war ein großer Schritt vorwärts bei den Bemühungen um eine Entspannung in der Region gewesen. Der nächste Schritt wäre ein direkter Dialog der USA mit Pjöngjang. Trump hatte sich bisher vorsichtig geäußert.

Die Spannungen in der Region hatten sich 2017 deutlich verschärft, nachdem Nordkorea mehrfach Raketen sowie Anfang September eine weitere Atombombe getestet und damit gegen UN-Resolutionen verstoßen hatte. Nordkorea kann nach eigenen Angaben jetzt auch das gesamte US-Festland mit Atomsprengköpfen angreifen.