Durch erneute Luftangriffen auf die letzte von Rebellen gehaltene Stadt in Ostghuta sind nach Angaben einer Organisation mindestens 40 Zivilistinnen und Zivilisten getötet worden. Unter den Toten seien acht Kinder, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Laut der oppositionsnahen Vereinigung, deren Angaben für Medien kaum zu überprüfen sind, wurden die Angriffe von der syrischen und der russischen Luftwaffe geflogen. Bei den Angriffen seien zudem viele weitere Menschen verletzt worden.

In den vergangenen zehn Tagen waren die Kämpfe größtenteils ausgesetzt, nachdem sich auf einen Abzug aus Ostghuta verständigt worden war. Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana warf Kämpfern der islamistischen Gruppe Dschaisch al-Islam (Armee des Islam) vor, Granaten auf Vororte der Hauptstadt Damaskus abgefeuert zu haben. In den vergangenen Tagen hatten mehrere Hundert Rebellen zusammen mit ihren Familien Duma verlassen. Am Donnerstag wurde der Abzug ausgesetzt.

Die Stadt ist der letzte Ort in der Region Ostghuta, der noch von Regimegegnern kontrolliert wird. Die syrische Armee hatte in den vergangenen Monaten zusammen mit Verbündeten heftige Angriffe auf die Region nahe Damaskus gefahren. Mehr als 1.600 Menschen starben nach Angaben von Beobachtern.

Am Freitagmorgen war in der Hauptstadt eine Autobombe nahe einer Moschee explodiert. Dabei kam nach einem Sana-Bericht mindestens ein Mensch ums Leben. Für den Anschlag im Stadtteil Barseh übernahm niemand die Verantwortung.