Die Parlamentswahl im Irak wird von Drohungen der Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) überschattet. Die Wahllokale seien Angriffsziele, sagte Abu al-Hassan al-Muhadschir, ein Sprecher der Miliz, in einer Audiobotschaft. Die im kommenden Monat anstehende Abstimmung solle sabotiert werden. Kandidaten und Wähler bezeichnete er als Ungläubige, die von Gottes Weg abwichen. Iraks Sunniten forderte er auf, sich von der Abstimmung fernzuhalten.

Die Botschaft der Extremisten wurde über die üblichen Kanäle im Internet verbreitet. Die Echtheit der Aufnahme sei allerdings noch nicht überprüft worden.

Die Menschen im Irak sollen am 12. Mai ein neues Parlament wählen. Der Wahl kommt eine besondere Bedeutung zu, da sie nach dem militärischen Sieg über den sogenannten "Islamischen Staat" als wegweisend für die Zukunft des Staates gilt.

Im vergangenen Jahr hatte der IS fast sein gesamtes Herrschaftsgebiet im Irak verloren. Doch einige Extremisten verstecken sich noch in Wüstengebieten im Westen des Landes. Zudem gibt es versteckte Zellen. Die Sicherheitslage im Irak hat sich dennoch deutlich verbessert.