Wenige Tage nach der Eroberung Ostghutas hat laut Aktivisten die syrische Armee ihre Angriffe auf Aufständische in Zentralsyrien verstärkt. Innerhalb eines Tages seien die Regionen zwischen den Städten Homs und Hama von mindestens 65 Luftschlägen getroffen worden, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Die in London sitzende Beobachtungsstelle steht den Rebellen nahe. Ihre Informationen können nicht unabhängig überprüft werden.

Aus syrischen Militärkreisen verlautete, die Armee von Präsident Baschar al-Assad würde nun Rebellengebiete um Homs und Daraa in Südsyrien angreifen.

Am Wochenende hatte die Regierung verkündet, Ostghuta sei nach etwa fünfjähriger Belagerung vollständig zurückerobert worden. Wochenlang hatte die syrische Armee mit Unterstützung Russlands das Gebiet Ostghuta belagert und bombardiert. Dabei starben nach Angaben von Aktivisten mehr als 1.500 Menschen, Hunderttausende litten unter der katastrophalen Versorgungslage in dem Gebiet.

Die Beobachtungsstelle geht nun davon aus, dass die syrische Armee eine neue Bodenoffensive vorbereitet. Aktivisten in der Region zwischen Hama und Homs berichteten von Gefechten mit vorrückenden Regierungskämpfern und Artilleriebeschuss. Ihren Angaben zufolge sind dort verschiedene Rebellengruppen vor Ort.