Die USA müssen nach den Worten von Außenminister Mike Pompeo Nordkorea Sicherheitszusagen geben, um ein Abkommen über die Atomwaffen des Landes zu erreichen. "Wir werden Sicherheitsgarantien abgeben müssen, selbstverständlich", antwortete Pompeo im TV-Sender Fox News auf die Frage, ob die USA dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un versprochen hätten, dass er an der Macht bleiben könne, wenn er die Forderungen Washingtons erfülle.

Die USA verlangen eine Entnuklearisierung Nordkoreas, also den Abbau sämtlicher Atomwaffen. Im Gegenzug sind sie zu Wirtschaftshilfen bereit. Kim hat laut Südkorea erklärt, sein Land brauche keine Kernwaffen, wenn es Sicherheitsgarantien erhalte. Nordkorea hat sich grundsätzlich zu einer atomaren Abrüstung bekannt. Es ist aber unklar, ob es die Waffen freiwillig aufgibt.

"Echten Wohlstand schaffen"

Die US-Regierung würde Investitionen amerikanischer Unternehmen erlauben, sagte Pompeo. Sie könnten etwa helfen, das Stromnetz aufzubauen. Möglich seien auch Investitionen in die Infrastruktur und die Landwirtschaft, sollte Nordkorea auf die US-Forderungen eingehen. "Wir können Bedingungen für echten Wohlstand der Nordkoreaner schaffen, der es mit dem des Südens aufnehmen kann."

Die Führung in Pjöngjang hatte angekündigt, Ende Mai die Atomtestanlage Punggye Ri zu zerstören. Dazu sollen Staatsmedien zufolge die Tunnel gesprengt und die Eingänge blockiert werden. Zudem würden Beobachtungspunkte, Forschungsgebäude und Wachposten abgebaut.

Kim soll am 12. Juni in Singapur mit US-Präsident Donald Trump zusammentreffen. Pompeo hat bereits zweimal mit Kim verhandelt, um den Gipfel vorzubereiten. Ziel der USA sei es, das Risiko auszuschalten, dass Nordkorea Städte wie Los Angeles oder Denver mit Atomwaffen angreift, sagte Pompeo.