Das nigerianische Militär hat eigenen Angaben zufolge mehr als 1.000 Menschen aus der Gewalt der Terrorgruppe Boko Haram befreit. Dabei handele es sich vor allem um Frauen und Kinder, teilte ein Militärsprecher mit. Sie seien in vier Dörfern im Bundesstaat Borno im Nordosten Nigerias gerettet worden. An der Operation habe sich auch eine internationale Einsatzgruppe beteiligt, die von Nigeria, Kamerun, Tschad, Niger und Benin zur Bekämpfung von Boko Haram gegründet wurde, hieß es.

Auf Twitter teilte das Militär weiter mit, dass einige festgehaltene junge Männer gezwungen worden seien, Kämpfer für Boko Haram zu werden. Die geretteten Personen würden nun in einer medizinischen Einrichtung der Armee behandelt.

Boko Haram ist in Nigeria vor allem im Nordosten sowie in angrenzenden Gebieten aktiv. Seit 2009 sind mindestens 20.000 Menschen durch Angriffe und Anschläge der Terrormiliz getötet worden, etwa 2,5 Millionen Menschen flohen nach UN-Angaben in der Region vor der Gewalt. Zuletzt starben vor einer Woche 60 Menschen durch einen Doppelanschlag in der Stadt Mubi.