Inmitten der Verhandlungen um ein Gipfeltreffen zwischen Nordkorea und den USA besucht der russische Außenminister Sergej Lawrow die nordkoreanische Hauptstadt Pjöngjang. Bei den Gesprächen am Donnerstag werde es um die bilateralen Beziehungen und um die Lage auf der koreanischen Halbinsel gehen, teilte das Außenministerium in Moskau mit.

Russland ist ein langjähriger Verbündeter der kommunistischen Führung Nordkoreas. Moskau fordert eine nukleare Abrüstung Nordkoreas, die durch Verhandlungen, nicht durch Druck erreicht werden soll.

Mit Ultimaten und der Androhung von Gewalt seien solche Probleme nicht zu lösen, sagte Lawrow mit Blick auf die USA. "Vielleicht sind solche Methoden im Geschäftsleben wirksam. Aber zu eskalieren, um zu deeskalieren, birgt in den modernen internationalen Beziehungen ernste Risiken."

US-Präsident Donald Trump hat zwar ein für den 12. Juni geplantes Gipfeltreffen mit dem nordkoreanischen Staatschef Kim Jong Un abgesagt. Da sich Pjöngjang aber dennoch weiter offen für Gespräche zeigte, änderte Trump seinen Kurs und erklärte, das Treffen sei weiterhin möglich.