Israelische Flugzeuge haben laut der syrischen Armee einen Militärflughafen der Regierung angegriffen. Jets hätten mehrere Raketen abgefeuert und Munitionslager regierungstreuer Truppen im Zentrum des Landes beschossen, hieß es aus armeenahen Kreisen. 

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mutmaßt, wahrscheinlich sei die israelische Armee für die Bombardierung verantwortlich. Insgesamt habe es am Militärflughafen Al-Dabaa südwestlich der Stadt Homs sechs Explosionen gegeben. Demnach sind dort die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah sowie Kämpfer anderer regierungstreuer Milizen stationiert. Sie werden vom schiitischen Iran unterstützt, der im Krieg in Syrien ein wichtiger Verbündeter der Regierung ist.

Auch die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana berichtete über die Angriffe. Demnach habe die Luftabwehr der syrischen Armee mitgeteilt, man habe zurückgeschlagen.

Angriffe gelten iranischen Kämpfern und der Hisbollah

Die israelische Armee hatte in den vergangenen Monaten mehrfach Ziele im benachbarten Syrien bombardiert. Die meisten Angriffe galten nach Einschätzung von Beobachtern iranischen Kämpfern und der Hisbollah. Israel will verhindern, dass sich von Iran unterstützte Truppen in Syrien weiter aufrüsten.

Für den Iran geht es darum, seinen Einfluss vom Libanon am Mittelmeer über Syrien bis in den Irak zu sichern. Die USA verlangen nach ihrem Ausstieg aus dem Atomabkommen hingegen einen iranischen Rückzug aus dem Bürgerkriegsland sowie das Ende der Unterstützung für Milizen wie die Hisbollah. Unterstützt werden die USA von Israel. Syrien lehnt einen Rückzug der iranischen Truppen und der Hisbollah ab.