Zwei Tage nach der Aufkündigung des Atomabkommens mit dem Iran hat die US-Regierung neue Sanktionen gegen das Land verhängt. Die Geldversorgung der Revolutionsgarden solle unterbunden werden, sagte US-Finanzminister Steven Mnuchin. Insgesamt wurden drei Firmen und sechs Personen mit Sanktionen belegt.

Mittelsmänner des iranischen Regimes und der Zentralbank des Landes hätten in den Vereinigten Arabischen Emiraten örtliche Währung für die Revolutionsgarden gewechselt, sagte Mnuchin. Mit dem Geld seien terroristische Aktivitäten der Al-Quds-Brigaden – der Eliteeinheit der iranischen Revolutionsgarden – finanziert worden.

Die Behörden der Emirate seien über den Zweck der umfassenden Geldwechselaktivitäten getäuscht worden, sagte Mnuchin weiter. Die dortige Regierung habe entsprechend ebenfalls Sanktionen gegen das Netzwerk aus Geldwechslern und -kurieren verhängt.

Die USA stufen die iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation ein. Die amerikanische Regierung wirft ihnen vor, mit dem Iran verbundene Terrormilizen in Ländern wie Syrien und dem Libanon zu unterstützen.

US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag das Atomabkommen mit dem Iran aufgekündigt. Alle wegen des Abkommens ausgesetzten Sanktionen sollen in Kürze wieder in Kraft treten. Die nun verhängten Strafmaßnahmen sind allerdings ein neuer Schritt. Sie gehören nicht zu den US-Wirtschaftssanktionen, die sich direkt auf das iranische Atomprogramm beziehen.