US-Präsident Donald Trump und die britische Premierministerin Theresa May haben Gespräche über die Folgen der geplanten Wiederaufnahme der Iran-Sanktionen vereinbart. In einem Telefonat mit Trump habe May die Auswirkungen der Strafmaßnahmen auf jene Firmen angesprochen, die im Iran Geschäfte machten, teilte Mays Sprecherin mit. Demnach wurden Gespräche zwischen den Abgesandten der Regierungen vereinbart.

May und Trump seien sich, laut einer Mitteilung des britischen Regierungssitzes Downing Street, einig gewesen, dass alle Seiten Ruhe bewahren sollten. Gleichzeitig verurteilten sie die iranischen Raketenangriffe und betonten, Israel habe das Recht, sich gegen Aggressionen aus Teheran zu verteidigen. May machte aber auch deutlich, dass London und seine europäischen Partner am Atomabkommen mit dem Iran festhalten wollen.

Donald Trump hatte am Dienstag bekanntgegeben, Sanktionen gegen den Iran nicht erneut auszusetzen. Damit ziehen sich die USA aus dem internationalen Abkommen zurück und gehen auf Distanz zu den Mitunterzeichnern Großbritannien, Frankreich und Deutschland. Viele europäische Unternehmen sind in Sorge, dass auch ihre Geschäfte in Gefahr sind.