Der UN-Generalsekretär António Guterres hat seine Empörung über die jüngsten Anschläge in Afghanistan ausgedrückt. Bei zwei Selbstmordattentaten in Kabul am Montag gab es zahlreiche Tote, darunter waren mehrere Journalisten. "Das absichtliche Zielen auf Journalisten bei den Angriffen zeigt einmal mehr die Risiken, denen Medienvertreter bei der Ausübung ihrer wichtigen Arbeit ausgesetzt sind", sagte UN-Sprecher Stéphane Dujarric in New York.

Den Familien der Opfer richtete er von Guterres tiefstes Beileid aus, den Verletzten wünsche er eine schnelle Genesung. Bei den Terroranschlägen starben insgesamt 25 Menschen, neun von ihnen waren Journalisten. Dujarric forderte, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.

Der Ablauf der Anschläge legt die Vermutung nahe, dass die Medienvertreter bewusst als Ziel ausgewählt wurden. Nach einem ersten Angriff mischte sich ein zweiter Attentäter unter die Journalisten, die laut Polizei vor Ort waren, um über den Vorfall zu berichten. Dann sprengte auch er sich in die Luft.

In Afghanistan spitzt sich die Situation zu. In den vergangenen Wochen gab es vermehrt Terroranschläge. Nur Stunden nach dem Anschlag in Kabul griff ein Selbstmordattentäter in der südlichen Provinz Kandahar einen Nato-Konvoi an. Dabei starben elf Kinder einer nahe liegenden Schule. Erst in der vergangenen Woche waren 60 Menschen bei einem Anschlag in einem Kabuler Zentrum zur Registrierung von Wählern getötet worden.