In der Demokratischen Republik Kongo versuchen die Behörden zusammen mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO), einen neuen Ausbruch des Ebola-Virus einzudämmen. Zwei Fälle von Ebola seien im Nordwesten des Landes bestätigt worden, teilte das kongolesische Gesundheitsministerium mit. Insgesamt seien bis zum 3. Mai fünf Proben in Bikoro in der Provinz Äquator genommen und untersucht worden, teilte die WHO mit. Es würden weitere Untersuchungen durchgeführt werden.

Zuvor hatten die Behörden berichtet, in den vergangenen fünf Wochen seien 21 Fälle registriert worden, bei denen Menschen entsprechende Symptome gezeigt hätten. 17 von ihnen seien gestorben. Ob es sich in diesen Fällen um Ebola handelt, ist noch nicht abschließend geklärt.

Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Es kann Hämorrhagisches Fieber auslösen. Nach WHO-Angaben lagen die Sterblichkeitsraten bei vergangenen Ausbrüchen bei 25 bis 90 Prozent der Infizierten.

Im Kongo kommt es immer wieder zu kleineren Ebola-Ausbrüchen – etwa im vergangenen Jahr, als vier Menschen starben. Damals erlaubte die Regierung den Einsatz eines noch nicht offiziell zugelassenen Impfstoffes. Die Impfung wurde bereits mit erstem Erfolg im Rahmen der Schlussphase der verheerenden Ebola-Epidemie in Westafrika getestet. Bei dem Ausbruch starben in Liberia, Guinea und Sierra Leone 2014 und 2015 rund 11.000 Menschen.