Wenige Stunden vor seinem Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat US-Präsident Donald Trump auf Twitter geschrieben, dass die Vorbereitungen "gut und schnell" vorankämen. Doch letztlich zähle das nicht, so Trump weiter: "Wir werden alle bald wissen, ob ein echter Deal, nicht wie die der Vergangenheit, möglich ist."

In einem weiteren Tweet wandte sich der US-Präsident an die "Hasser und Verlierer", die das Gipfeltreffen als riskantes Vorab-Zugeständnis an Kim sehen. Trump verwies auf die bereits erreichten Erfolge in den Verhandlungen mit Nordkorea: Die jüngste Freilassung von drei US-Geiseln aus Nordkorea und die Zusage Kims, von weiteren Atom- und Raketentests abzusehen. Trump wandte sich an seine Kritiker, die ihn "von Anfang an unterschätzt" hätten: Sie hätten nun "nichts mehr, was sie sagen können". Es werde alles gut verlaufen, schrieb der US-Präsident.

Kritiker von Trumps Nordkorea-Politik argumentieren, Kim fahre allein durch das Gipfeltreffen mit dem US-Präsidenten einen diplomatischen Sieg ein. Auch werde der international isolierten Führung in Pjöngjang durch das Treffen Legitimität verschaffen. 

Das Treffen zwischen Trump und Kim findet in Singapur statt und soll um 3 Uhr (MESZ) beginnen. Nie zuvor hat es ein Treffen zwischen einem amtierenden US-Präsidenten und einem nordkoreanischen Machthaber gegeben. Jahrzehntelang galt eine derartige Begegnung als undenkbar, doch Trump hatte sich im März überraschend zu einem Gipfel bereit erklärt.