Zehntausende Menschen sind nach Angaben der Vereinten Nationen vor den Gefechten um die jemenitische Hafenstadt Hudaida geflohen. Etwa 5.200 Familien oder 26.000 Menschen seien in andere Teile der Stadt oder in die Umgebung geflüchtet, sagte ein Sprecher des UN-Generalsekretärs António Guterres. Die Stadt Hudaida ist für die Versorgung des armen arabischen Landes enorm wichtig. 70 Prozent der Hilfslieferungen kommen über sie ins Land.

Schiitische Rebellen verteidigen die Stadt. Sie werden von Regierungstruppen angegriffen, die ihrerseits von einer saudisch geführten Koalition unterstützt werden.

Der Außenstaatssekretär der an der Koalition beteiligten Vereinigten Arabischen Emirate, Anwar Gargasch, sagte, die Offensive solle die Rebellen zwingen, den seit drei Jahren andauernden Krieg zu beenden. Die Koalitionstruppen seien in der Überzahl. Die Huthis haben nach seinen Angaben 3.000 Kämpfer in der Stadt am Roten Meer. 

Der Krieg im Jemen hat bisher mehr als 10.000 Menschen das Leben gekostet. Mehr als zwei Millionen wurden vertrieben.