Im jemenitischen Bürgerkrieg soll es die ersten Friedensgespräche seit Jahren geben. Wie der UN-Sondergesandte Martin Griffiths mitteilte, seien die Konfliktparteien nach zweijähriger Unterbrechung zu neuen Verhandlungen bereit. Er hoffe, dass die Gespräche spätestens in zwei Wochen beginnen könnten.

Nach Angaben der Vereinten Nationen führte der Gesandte sowohl mit den schiitischen Huthi-Rebellen als auch mit der international anerkannten Regierung intensive Gespräche. Am Mittwoch traf er demnach den im Exil lebenden Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi. Dabei sei es vor allem um die Kämpfe in der Nähe der Stadt Hudaida gegangen, deren Hafen von großer Bedeutung für die Versorgung der Hunger leidenden Bevölkerung ist.

Am Freitag ebbten die Kämpfe um die von den Rebellen kontrollierte Stadt ab. Dies sei vor allem durch die Gespräche mit den Vereinten Nationen bedingt, sagte Griffiths weiter.

Seit drei Jahren kämpfen im Jemen Regierungstruppen gegen die schiitischen Huthi-Rebellen, die inzwischen große Teile des Landes unter ihre Kontrolle gebracht haben. Die Regierung wird von einer Militärallianz unter der Führung Saudi-Arabiens unterstützt. Erste Friedensgespräche hatte die jemenitische Regierung im Juli 2016 abgebrochen, nachdem die Huthi-Rebellen die Bildung eines obersten Rats bekannt gegeben hatten, mit dem sie das Land regieren wollten. Der Krieg im Jemen hat bisher mehr als 10.000 Menschen das Leben gekostet. Mehr als zwei Millionen wurden vertrieben.