Eine Mitarbeiterin des Präsidentenbüros im Weißen Haus hat ihren Posten nach einer abschätzigen Äußerung über den Gesundheitszustand von Senator John McCain geräumt. Ein Vizesprecher des US-Regierungssitzes teilte mit, Kelly Sadler arbeite nicht länger für den Kommunikationsstab von US-Präsident Donald Trump. Darüber, wer diese Entscheidung getroffen hatte, wurden keine Angaben gemacht.

Vor einem Monat hatte sich Sadler Berichten zufolge verächtlich über den Gesundheitszustand des an Krebs erkrankten Senators geäußert. McCain hatte zuvor die Nominierung der zu diesem Zeitpunkt designierten CIA-Direktorin Gina Haspel kritisiert. Haspel soll federführend an der Folter von Terrorverdächtigen beteiligt gewesen sein. Während eines nichtöffentlichen Stabstreffens soll die Trump-Mitarbeiterin über die Kritik des 81-jährigen Senators gesagt haben: "Das macht nichts. Er stirbt sowieso." Ein Mitarbeiter des Weißen Hauses bezeichnete diese Äußerung gegenüber dem Sender CNN als missratenen Witz.

McCain leidet an einem bösartigen Hirntumor. Die schwere Erkrankung war im Juli 2017 nach einer Operation festgestellt worden. Sein politisches Amt kann der Republikaner, der für die USA im Vietnamkrieg gekämpft hatte, nur noch in begrenztem Umfang wahrnehmen. McCains Tochter forderte eine öffentliche Entschuldigung, die das Weiße Haus ablehnte.