Der neue US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, hat seine umstrittenen Äußerungen zur Unterstützung konservativer Kräfte zurückgenommen. "Ich bedauere die Tatsache, dass meine Worte falsch interpretiert wurden", sagte Grenell dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Ich habe nicht die Absicht, mich in politische Angelegenheiten aktiv einzumischen."

Grenell versicherte zudem seine politische Zurückhaltung. "Ich sehe mich verpflichtet, mit allen Regierungen und allen politischen Parteien zusammenzuarbeiten, um die transatlantischen Beziehungen zu stärken", sagte er dem Medienbericht zufolge weiter.

Grenell hatte in einem Interview mit dem ultrarechten Internetportal Breitbart angekündigt, konservative Bewegungen in ganz Europa stärken zu wollen. Zudem empfinde er großen Respekt für Österreichs Kanzler Sebastian Kurz, dessen konservative ÖVP in Wien mit der rechtspopulistischen FPÖ regiert. Er halte den Österreicher für einen Rockstar. Die Äußerungen waren in Deutschland kritisiert worden, weil sie politische Neutralität vermissen ließen. Das US-Außenministerium hatte Grenell in Schutz genommen. Die Behörde verwies darauf, dass auch Botschafter ihre Meinung frei äußern könnten.