Millionen junge Menschen leben in Gefahr, weil sie auf der Flucht sind. Insgesamt sind es laut dem UN-Kinderhilfswerk Unicef etwa 30 Millionen Kinder und Jugendliche, die vor Konflikten fliehen. Das ist die höchste Zahl seit dem Zweiten Weltkrieg.

Unter allen Menschen mit Flüchtlingsstatus ist die Hälfte jünger als 18 Jahre, wie das UN-Kinderhilfswerk zum Weltflüchtlingstag berichtet. Die Konsequenzen der Flucht seien – unabhängig davon, ob in ein fremdes Land geflüchtet, Asylbewerber oder Binnenvertriebene im eigenen Land – verheerend. Viele werden demnach gesundheitlich nicht versorgt. Zudem besuche nur die Hälfte die Grundschule, nicht einmal jeder vierte geflüchtete Jugendliche gehe auf eine weiterführende Schule.

Gestiegen ist dem Kinderwerk nach auch die Zahl der Minderjährigen, die allein auf den Flucht- und Migrationsrouten unterwegs sind. Mindestens 300.000 unbegleitete oder von ihren Eltern getrennte Heranwachsende seien 2015 bis 2016 in 80 Ländern registriert worden. Das sind fünfmal so viele wie 2010 bis 2011. "Unbegleitete Mädchen und Jungen werden häufig Opfer von Menschenhandel, Ausbeutung, Gewalt und Missbrauch", warnt die Organisation und fordert mehr Schutz, bessere Versorgung und langfristige Lösungen für die Kinder.