Bei einer Friedenskonferenz im Südsudan haben sich Präsident Salva Kiir und Rebellenführer Riek Machar auf eine Waffenruhe geeinigt, die innerhalb von 72 Stunden in Kraft treten soll. Wie Sudans Außenminister Al-Dirdiri Mohamed mitteilte, sieht das Friedensabkommen auch vor, Korridoren für humanitäre Hilfe zu öffnen, Gefangene freizulassen und in vier Monaten eine provisorische Regierung zu bilden. Ein Sprecher der Rebellen bestätigte die Einigung auf einen Waffenstillstand; in den anderen Punkten habe es aber keine Absprachen gegeben.

Der Südsudan ist das jüngste Land der Welt; es hatte im Sommer 2011 seine Unabhängigkeit vom Sudan erklärt. Im Dezember 2013 begannen bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen Anhängern Kiirs und seines einstigen Stellvertreters Machar. Zehntausende Menschen wurden seither getötet und vier Millionen in die Flucht getrieben.

Es gab bisher mehrere Versuche, den Konflikt zu beenden, die alle scheiterten. Bereits im August 2015 war ein Friedensabkommen geschlossen worden, das jedoch ein Jahr später durch schwere Gefechte zwischen beiden Seiten in der Hauptstadt Juba zerfiel. Auch eine im vergangenen Dezember verkündete Waffenruhe wurde nicht eingehalten.