Die iranische Staatsführung hat Bedingungen für ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump gestellt. Aus Sicht der Islamischen Republik müssten die USA das Atomabkommen wieder anerkennen und die neuen Sanktionen gegen den Iran außer Kraft setzen. Das teilte ein Berater des iranischen Präsidenten Hassan Ruhani mit. "Zurück zum Atomdeal, Ende der Feindseligkeiten und Respekt für das iranische Volk. Dann könnte man den Weg ebnen, um aus dem jetzigen Dilemma herauszukommen", schrieb Hamid Abutalebi.

Trump und die iranische Führung hatten sich in den vergangenen Tagen gegenseitig Drohungen geschickt. Am Montag dann die Wende: Der US-Präsident erklärte sich zu einem Treffen mit Ruhani ohne Vorbedingungen bereit. "Ich würde mich sicherlich mit dem Iran treffen, wenn sie sich treffen wollten", sagte Trump im Weißen Haus. "Ich weiß nicht, ob sie schon bereit dazu sind." Der US-Präsident fügte hinzu: "Keine Vorbedingungen." Trump sagte, er sei "jederzeit" zu einem Gespräch bereit, wann immer die iranische Führung ein solches Treffen wolle.

Trump ergänzte, wenn ein sinnvolles Atomabkommen mit dem Iran vereinbart werden könnte, dann wäre das "gut für sie, gut für uns, gut für die Welt". Das Abkommen, das die USA im Mai einseitig aufgekündigt hatten, sei dagegen "eine Verschwendung von Papier" gewesen. Durch den Ausstieg der USA drohen dem Iran nun wieder Sanktionen für den Finanz- und Energiesektor. Diese waren im Zuge des Abkommens ausgesetzt worden. Ein erster Teil der Sanktionen soll am 6. August wieder wirksam werden, ein weiterer im November.

Das 2015 erzielte Atomabkommen soll den Iran am Bau von Atombomben hindern. Die Regierung in Teheran hatte sich im Gegenzug für wirtschaftliche Lockerungen und mehr Investitionen ausländischer Unternehmen dazu bereit erklärt, ihr Atomprogramm aufzugeben und sich Kontrollen zu unterwerfen. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat dem Land wiederholt bescheinigt, die Auflagen zu erfüllen.