Die russische Regierung hat die Freilassung von Maria B. gefordert, die in den USA verdächtigt wird, als russische Agentin gearbeitet zu haben. Die Verhaftung der Frau sei eine "Farce", sagte der russische Botschafter in den USA, Anatoli Antonow. Die Anschuldigungen gegen sie seien haltlos und die Behörden versuchten, sie "zu brechen". B. seien Besuche des Konsulats in den ersten Tagen nach ihrer Verhaftung verboten worden.

Mitarbeiter der russischen Botschaft besuchten sie am Donnerstag und teilten mit, B. sei bei guter Gesundheit, aber habe "Schwierigkeiten, sich an die Bedingungen im Gefängnis anzupassen". Die russische Regierung bemühe sich um ihre Rückkehr nach Russland, sagte Antonow. Das russische Außenministerium startete eine Onlinekampagne mit dem Namen Befreit Maria B.

B. war am Sonntag festgenommen worden. Gerichtsunterlagen zufolge war sie im Auftrag eines nicht genannten Kreml-Mitarbeiters tätig, um hochrangige US-Politiker zu beeinflussen und von 2015 bis 2017 Beziehungen zu anderen politischen Organisationen aufzubauen, darunter eine Waffenlobbygruppe. Die 29-Jährige streitet jedes Fehlverhalten ab.