Bei einem Luftangriff auf ein von der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS)  kontrolliertes Gebiet im Osten Syriens sind viele Menschen getötet worden. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana teilte mit, 30 Menschen seien getötet und viele weitere verletzt worden. Laut der oppositionsnahen syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden 28 Zivilisten getötet. Die Angaben können von unabhängiger Seite nicht überprüft werden.

Sana machte Kampfflugzeuge der internationalen Anti-IS-Koalition für den Angriff in der Provinz Deir ez-Zor verantwortlich. Es seien zahlreiche Wohnhäuser angegriffen und zerstört worden. Laut der Beobachtungsstelle ist es unklar, ob die US-geführte Koalition oder die irakische Luftwaffe für die Bombardierung verantwortlich war. Der Angriff habe eine Eisfabrik im Dorf Baghus getroffen, die mehrere Familien als Unterschlupf gedient habe, hieß es von der Beobachtungsstelle.

Die Terrormiliz hat den größten Teil ihres Gebietes verloren, ist aber in der Grenzregion zwischen Syrien und dem Irak noch immer aktiv. Sowohl irakische Kampfflugzeuge als auch solche der US-geführten Koalition fliegen Angriffe auf den IS, teilweise auch auf syrischem Territorium.

Die Journalisteninitiative Airwars hatte in den vergangenen Wochen wieder mehr Angriffe der internationalen Koalition in Syrien gezählt. Ihren Schätzungen zufolge starben dabei im Mai zwischen 66 und 79 Zivilisten. Airwars wertet unterschiedliche Quellen aus, darunter Bilder und Angaben aus sozialen Medien.