Der US-Außenminister hat die Rolle von Russland im Ukraine-Konflikt kritisiert. Vor allem mit der Annexion der Halbinsel Krim habe die russische Regierung gegen internationale Prinzipien verstoßen, sagte Pompeo laut einer Pressemitteilung, die der Sender ABC News auf Twitter veröffentlichte.

Darin heißt es: Mit der Invasion in der Ukraine und der versuchten Annexion der Krim habe Russland einen Grundstein internationaler Prinzipien unterwandert. Kein Land dürfe die Grenzen eines anderen gewaltsam verändern. Die Staaten der Welt und darunter auch Russland hätten diesen Prinzipien in Form der UN-Charta zugestimmt. Die USA unterstützten die Besitzansprüche des Kreml nicht. Diese Haltung würden die USA solange beibehalten, bis die Integrität des ukrainischen Staatsgebietes wiederhergestellt sei.

Derartige Aktionen seien einer großen Nation unwürdig, Russland habe sich damit selbst von der internationalen Gemeinschaft isoliert. Russland hatte die ukrainische Krim im März 2014 annektiert. Die USA und die EU verurteilten das Vorgehen als völkerrechtswidrig. Die Ukraine sieht die Krim noch immer als Teil ihres Staatsgebietes an.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte während seines Gipfels mit US-Präsident Donald Trump in Helsinki das Thema Krim für erledigt erklärt. "Für uns, für Russland, ist diese Frage beantwortet. Das ist alles", sagte Putin.

Treffen mit Putin verschoben

Bei einer Anhörung vor dem Auswärtigen Ausschuss des Senats in Washington musste Pompeo in einem anderen Zusammenhang über Russland aussagen: Er musste Auskunft darüber geben, was Trump und Putin in Helsinki besprochen hatten.

Die Präsidenten hätten vereinbart, einen Rat für Terrorbekämpfung wiederzubeleben, sagte Pompeo. Zudem sei ein Austausch von Wirtschaftsführern vereinbart worden. Auch über die Suche nach einer politischen Lösung im Syrienkrieg und die Sicherheit Israels hätten die Staatsmänner diskutiert. Russland-Sanktionen der USA oder Vereinbarungen zur Situation in der Ukraine seien hingegen nicht zur Sprache gebracht worden.

Was die Einmischung Russlands in die US-Wahlen angehe, habe er persönlich klargestellt, dass Russland ernsthafte Konsequenzen befürchten müsse, wenn es sich in die demokratischen Prozesse in den USA einmische, sagte Pompeo.

Das nächste Treffen zwischen Trump und dem russischen Staatschef Wladimir Putin wird nun nicht wie angekündigt schon Ende des Jahres, sondern erst Anfang 2019 stattfinden. Nach Angaben des Nationalen Sicherheitsberaters John Bolton ist Trump der Ansicht, dass die nächste bilaterale Begegnung erst nach der Untersuchung zur mutmaßlichen Einmischung Russlands in den US-Wahlkampf stattfinden sollte.