Hacker sollen versucht haben, die Datenbank der US-Demokraten mit Informationen von Millionen Wählern im ganzen Land anzugreifen. Das berichtet die New York Times unter Berufung auf das Democratic National Committee (DNC), die Parteiführung der Demokraten.

Demnach wurde das DNC von einem möglichen Hackerangriff in Kenntnis gesetzt. Daraufhin habe es die Behörden eingeschaltet.

Laut Sprechern der Demokraten hätten die unbekannten Hacker die Log-in-Seite des DNC nachgebaut und den Mitgliedern Mails geschickt, damit sie die gefälschte Seite verwenden. Allerdings sei der Angriff laut dem DNC nicht erfolgreich gewesen und es seien keine Informationen aus der Datenbank nach draußen gelangt.

"Diese Attacke zeigt, dass wir im Hinblick auf die Midterm-Wahlen konkreten Bedrohungen ausgesetzt sind und wachsam sein müssen, um zukünftige Angriffe abzuwehren", sagte der Sicherheitschef des DNC, Bob Lord. "Es ist klar, dass die Attacke dem Wählerverzeichnis und damit den sensibelsten Informationen der Partei galt. Doch das DNC konnte den Hack durch Zusammenarbeit mit IT-Unternehmen aufdecken und Schritte unternehmen, um ihn zu unterbinden", teilte Lord in einem Statement mit.

Erhöhte Wachsamkeit vor Kongresswahlen

Durch die anstehenden Kongresswahlen im November sind politische Gruppen und Regierungsorganisationen derzeit im Hinblick auf Hackerattacken und ausländische Beeinflussungsversuche alarmiert. Erst am Dienstag hat Microsoft bekannt gegeben, einen Angriff von mutmaßlich russischen Hackern auf den US-Senat und konservative Thinktanks verhindert zu haben.

Aus Sorge vor einer ausländischen Einflussnahme auf die Wahl haben zudem Facebook und Twitter in einer koordinierten Aktion Accounts, Seiten und Gruppen gelöscht, die politische Interessen des Iran und Russlands vertreten haben sollen.

Bereits während der Präsidentschaftswahlen 2016 sollen Hacker durch betrügerische Websites versucht haben, Einfluss auf die Wahl zu nehmen.