US-Justizminister Jeff Sessions hat sich gegen Kritik von Präsident Donald Trump gewehrt. Trump hatte Sessions in einem Interview vorgeworfen, sein Ministerium nicht unter Kontrolle zu haben. Sessions widersprach und verwies auf die Unabhängigkeit seines Hauses. Er habe vom ersten Tag an die Kontrolle über das Ministerium übernommen und sei sehr erfolgreich damit, Trumps Agenda durchzusetzen, heißt es in einer Mitteilung des 71-Jährigen. 

Sessions deutet in der Erklärung an, dass er sich politischem Druck nicht beugen werde. "Solange ich Justizminister bin, wird das Handeln des Justizministeriums nicht unangebracht durch politische Erwägungen beeinflusst werden", heißt es in der Erklärung. "Ich fordere die höchsten Standards, und wo sie nicht erfüllt werden, ergreife ich Maßnahmen."

Trump hatte Sessions schon häufiger kritisiert. Hintergrund ist, dass der Minister sich aus den Russland-Ermittlungen heraushält und diese nicht beendet. Als oberster Chefankläger hat er die Aufsicht über das FBI und wäre damit eigentlich auch für die Untersuchung von Sonderermittler Robert Mueller zuständig.

Mueller untersucht, ob es bei den mutmaßlich russischen Einflussversuchen auf die Präsidentschaftswahl 2016 geheime Absprachen zwischen Moskau und Trumps Wahlkampflager gegeben hat. Mehrere Berater Trumps hatten während und vor der Wahl Kontakt mit Vertretern Russlands, darunter auch Sessions. Er traf sich mit dem damaligen russischen Botschafter in Washington, Sergej Kisljak.

In einer Anhörung vor dem Senat verneinte Sessions das jedoch. Er sagte damit nicht die Wahrheit, während er unter Eid stand. Aus diesem Grund hält er sich aus den Russland-Ermittlungen heraus.