Donald Trump hat den neuen Verteidigungshaushalt seines Landes über 716 Milliarden Dollar (627 Milliarden Euro) unterschrieben. Das Gesetz trägt den Namen des US-Senators von Arizona, John McCain, der ein parteiinterner Kritiker des US-Präsidenten ist.

Der US-Präsident sprach von der "bedeutendsten Investition" in das US-Militär in der modernen Geschichte. Allerdings hat das Zentrum für strategische und internationale Studien in Washington berechnet, dass die drei ersten Verteidigungsetats unter Trumps Vorgänger Barack Obama höher ausfielen, wenn man sie um die Inflation bereinigte.

Unter anderem ist vorgesehen, den Sold um 2,6 Prozent zu erhöhen – das größte Plus für US-Militärangehörige seit neun Jahren. Es soll die Rekrutierung von Tausenden neuen Anwärtern für den aktiven Dienst und Reserve- und Nationalgardeeinheiten möglich machen, die Truppenstärke soll um 15.000 Männer und Frauen wachsen. Zudem sollen ältere Panzer, Schiffe und Helikopter bei Bedarf durch moderne Militärtechnologie ersetzt werden können.

Trump will außerdem eine Weltraumarmee zum eigenständigen sechsten Arm des US-Militärs zu machen. Eigene Weltraumstreitkräfte würden den USA Dominanz über ihre Rivalen geben. Diese hätten bereits begonnen, "den Weltraum zu bewaffnen". Trump warnte in diesem Zusammenhang vor China. Russland, das ebenfalls über "Weltraumtruppen" verfügt, nannte er nicht.

Das Ausgabengesetz beinhaltet außerdem Verfügungen, wie ein Lieferverbot von F-35-Kampfflugzeugen an die Türkei. Das Verbot für den Nato-Partner, mit dem sich die USA in einem heftigen Streit über die Inhaftierung des US-Pastors Andrew Brunson befinden, gilt, so lange die Türkei sich nicht von russischer Technologie lossagt. Das Gesetz erweitert allerdings die Beschränkung für die USA bezüglich militärischer Zusammenarbeit mit Russland.