US-Präsident Donald Trump schließt nicht aus, die Nominierung von Brett Kavanaugh als Supreme-Court-Richter angesichts von Missbrauchsvorwürfen gegen den Richter zurückzuziehen. Falls er Kavanaugh für schuldig halte, könne er seine Meinung zu der Nominierung ändern, sagte Trump in New York. Er könne überzeugt werden, sagte er. "Ich werde sehen, was morgen passiert."

Trump sagte, er werde sich aber die Anhörung von Kavanaugh und Christine Blasey Ford vor dem Justizausschuss des US-Senats anhören. Noch könne er aber nicht sagen, ob ihre Angaben glaubhaft seien. Der Präsident sagte, Kavanaugh habe einen herausragenden Intellekt und er hoffe, dass er für den Supreme Court bestätigt werde.

Trump hatte Kavanaugh im Juli für den hochrangigen Richterposten nominiert. Kurz vor der Entscheidung des US-Senats über die Personalie waren heftige Vorwürfe gegen Kavanaugh an die Öffentlichkeit gelangt: Die Psychologieprofessorin Ford beschuldigte Kavanaugh, er habe vor mehr als 30 Jahren am Rande einer Schülerparty versucht, sie zu vergewaltigen.

Kavanaugh weist den Vorwurf energisch zurück, ebenso wie die Anschuldigungen zweier weiterer Frauen. Bei einer Anhörung im Justizausschuss des US-Senats sollen am Donnerstag sowohl Ford als auch Kavanaugh zur Sache aussagen.