Die USA und Nordkorea bereiten nach Angaben des Weißen Hauses ein zweites Gipfeltreffen zwischen Präsident Donald Trump und Machthaber Kim Jong Un vor. Trump habe einen Brief erhalten, in dem Kim um eine zweite Begegnung bitte, sagte US-Präsidentensprecherin Sarah Sanders. Trump sei offen dafür. Die Koordination dieses Gipfels laufe bereits.

Das Schreiben dokumentiere Sanders zufolge Kims fortbestehenden Willen, sich auf die Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel zu konzentrieren. Es handle sich um einen "sehr warmen, sehr positiven Brief". Es werde jetzt geprüft, wie ein Treffen zeitlich eingeplant werden könne.

Kim und Trump waren am 12. Juni in Singapur erstmals zu einem historischen Gipfel zusammengekommen. Die dort im Grundsatz vereinbarte atomare Abrüstung in Nordkorea ist nach Experteneinschätzung jedoch bisher nicht eingetreten.

Im Verlauf des Sommers zeigte sich die US-Regierung dann zunehmend unzufrieden mit Nordkorea. Ende August sagte Trump eine geplante Reise seines Außenministers Mike Pompeo nach Pjöngjang ab. Er begründete diesen Schritt damit, dass es "keine ausreichenden Fortschritte bei der Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel" gebe.

Sanders sieht "Zeichen des guten Willens"

Seit vergangener Woche verbreitet Trump jedoch wieder Optimismus. Auf Twitter schrieb der US-Präsident, dass Kim "unerschütterlichen Glauben" an ihn habe. "Danke an den Vorsitzenden. Wir bekommen das zusammen hin", schrieb er.

Sanders bewertete nun auch die Militärparade am Sonntag zum 70-jährigen Bestehen Nordkoreas als positives Signal. Sie hob hervor, dass die nordkoreanische Führung darin nicht ihr nukleares Arsenal zur Schau gestellt habe. Das war bei früheren Paraden der Fall gewesen. "Wir betrachten das als Zeichen des guten Willens", sagte die Trump-Sprecherin.