Die Planungen für ein zweites Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un machen laut US-Präsident Fortschritte. Bei der Suche nach einem Ort für das Treffen hätten sich inzwischen "drei oder vier" mögliche Standorte herauskristallisiert, sagte Trump. Der Gipfel werde aber erst nach den US-Kongresswahlen stattfinden: Er habe momentan keine Zeit für Auslandsreisen, da er durch Amerika reise, um vor den Wahlen für seine Republikaner zu werben.

Die Wahlen in den USA sind für den 6. November angesetzt. "Ich kann im Moment nicht weg", sagte er vor dem Antritt einer Reise zu einer Wahlkampfveranstaltung. Die USA und Nordkorea hatten sich bereits auf ein baldiges Treffen der beiden Spitzenpolitiker geeinigt: US-Außenminister Mike Pompeo sagte nach einer Reise in Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang, es seien Fortschritte bei den auf dem Gipfel in Singapur getroffenen Vereinbarungen gemacht worden.

In Singapur – dem Ort des ersten Treffens zwischen Trump und Kim – werde der zweite Gipfel "wahrscheinlich" nicht ausgetragen, sagte Donald Trump. Zugleich schloss er künftige Treffen in den USA oder in Nordkorea nicht aus.

Trump und Kim waren im Juni in Singapur zu einem historischen Gipfeltreffen zusammengekommen. Der nordkoreanische Machthaber willigte dabei in eine "Denuklearisierung" seines Landes ein. Genauere Definitionen, ein Zeitplan oder Kontrollmaßnahmen für den Prozess wurden aber nicht genannt, weshalb die Vereinbarung vielfach als zu vage kritisiert wird. Zuletzt stockten die Verhandlungen und konkrete Zusagen blieben aus.

Trump sprach von einem "unglaublichen Fortschritt". "Es gab keine Atomtests, keine Raketen, und wir haben eine sehr gute Beziehung zu Kim, was sehr wichtig ist", sagte der US-Präsident. "Ich mag ihn, er mag mich, die Beziehung ist gut."