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Frederic Spohr
Bei der Landtagswahl in Bayern hat die CSU laut vorläufigem amtlichen Endergebnis nur noch 37,2 Prozent der Stimmen geholt und damit ihre absolute Mehrheit verloren Die Grünen können ihr Ergebnis mehr als verdoppeln und werden mit 17,5 Prozent zweitstärkste Kraft. Die SPD fährt ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Landtagswahl ein. Sie erhielt nur 9,7 Prozent der Stimmen.

Ministerpräsident Markus Söder muss sich einen Koalitionspartner suchen und wünscht sich „ein bürgerliches Bündnis". Damit könnten die Freien Wähler erstmals in die Landesregierung einziehen. Sie wurden mit 11,6 drittstärkste Kraft und haben der CSU bereits Koalitionsgespräche angeboten. Mit noch deutlicherer Mehrheit könnten CSU und Grüne zusammen regieren. Auch ein Bündnis mit der SPD hätte eine Mehrheit. Ebenfalls im Landtag vertreten sind die AfD (10,2 Prozent) und die FDP (5,1 Prozent).  

Eine Personaldebatte über Parteivorsitzenden Horst Seehofer vertagt die CSU. Am Montag wollen die Gremien aller Parteien über Konsequenzen beraten. Vor der Landtagswahl in zwei Wochen in Hessen vermieden aber zunächst alle Seiten offene Personaldiskussionen. 

Wir schließen damit unser Blog und wünschen eine erholsame Nacht.
Frederic Spohr
Alle Stimmen sind ausgezählt. Das vorläufige Endergebnis ist da: 
CSU: 37,2 Prozent
Grüne: 17,5 Prozent 
FW: 11,6 Prozent
AFD: 10,2 Prozent
SPD: 9,7 Prozent 
FDP: 5,1 Prozent 
Frederic Spohr
In München sind die Grünen besonders stark. Hier haben sie die CSU als stärkste Kraft abgelöst. Mit 30,3 Prozent der Stimmen in den neun Wahlkreisen lagen die Grünen deutlich vor der CSU, die auf nur noch 25,2 Prozent kam. 
Frederic Spohr
Es sieht gut aus für die FDP: Nach der Auszählung von 89 der 91 Stimmkreise liegt sie bei 5,02 Prozent der gültigen Gesamtstimmen. In den beiden fehlenden Stimmkreisen München-Moosach und München-Land Nord liegt sie jeweils über sieben Prozent der Gesamtstimmen. Dort fehlen allerdings noch die Ergebnisse einiger Wahllokale.
Frederic Spohr
In bisher vier von neun Münchner Stimmkreisen haben die Grünen Direktmandate geholt. Die beiden Spitzenkandidaten Ludwig Hartmann und Katharina Schulze gewannen in ihren beiden Stimmkreisen München-Mitte und Milbertshofen 44 beziehungsweise 34,9 Prozent der Erststimmen.

Auch Christian Hierneis (34,3 Prozent/Schwabing) und Gülseren Demirel (30,9 Prozent/Giesing) holten in ihren Stimmkreisen die meisten Erststimmen. Das Ergebnis in München-Moosach ist noch nicht ausgezählt. In Würzburg hatten die Grünen kurz zuvor ihr erstes Direktmandat überhaupt in Bayern geholt.

Frederic Spohr
Nur noch in einem der 91 Stimmkreise in Bayern kommt die CSU auf eine absolute Mehrheit für ihren Kandidaten. Finanzminister Albert Füracker holt in Neumarkt in der Oberpfalz 50,3 Prozent der Erststimmen.
Frederic Spohr
Noch ist unklar, ob die FDP in den Landtag einzieht. Ihr Vize-Chef Wolfgang Kubicki ist aber schon zufrieden. Er sieht das Ergebnis in Bayern als Bestätigung für den bundespolitischen Kurs der Liberalen. "Bayern ist bei den Landtagswahlen traditionell immer ein schwieriges Pflaster für die Freien Demokraten gewesen. Dennoch ist das Ergebnis mit einer Steigerung von 50 Prozent eine Bestätigung des bundespolitischen Kurses", sagte Kubicki der Rheinischen Post.

Kubicki beklagte, der Wahlkampf sei so polarisierend gewesen, dass "differenzierte Positionen bedauerlicherweise nicht mehr durchgedrungen" seien.
Rita Lauter
Vernunft oder Ausstieg statt Analysieren und Floskeln: Der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert warnt Union und SPD davor, auf Bundesebene so weiterzumachen wie bisher. "Wer glaubt, nach diesen Landtagswahlen zum sogenannten Tagesgeschäft übergehen zu können, begeht einen folgenschweren Fehler", sagte Kühnert der Rheinischen Post.

Auf Floskeln, dass man jetzt "gründlich analysieren müsse" oder der "Streit in der Union nicht hilfreich gewesen sei", habe er keine Lust mehr. Kühnert griff damit Äußerungen von SPD-Chefin Andrea Nahles auf, die eine "sorgfältige Analyse" des Wahlergebnisses angekündigt hatte. Mit etwa 9,5 Prozent kam die SPD auf ihr bislang schlechtestes Ergebnis in einem Bundesland überhaupt.

"Ich will von meiner SPD wissen, wie sie sich aus dieser Situation befreien will", sagte Kühnert. Aus seiner Sicht hätten die Sozialdemokraten jetzt zwei Optionen: "Entweder wir versuchen noch ein weiteres Mal, die Koalitionspartner zur Vernunft zu bringen. Oder wir gehen." Er wies dabei darauf hin, dass die Jusos schon lange das Regierungsbündnis mit der Union ablehnten.
Rita Lauter

Die FDP muss weiter um ihren Einzug in den Landtag zittern. Das vorläufige amtliche Endergebnis dürfte erst gegen 1 Uhr feststehen, wie der Landeswahlleiter im BR sagt.

Nach den Hochrechnungen von ARD und ZDF steht die FDP derzeit bei 5,0 Prozent. Noch fehlen die Ergebnisse von 18 der 91 Stimmkreise. 2013 war die FDP aus dem Landtag geflogen.


Rita Lauter
Die CSU holt die meisten Direktmandate, die Karte des Bayerischen Rundfunks mit den Wahlkreisen ist durchgehend schwarz – fast. Das erste Direktmandat für die Grünen im Bayerischen Landtag holt Patrick Friedl mit 29,9 Prozent der Erststimmen in Würzburg-Stadt vor dem CSU-Sozialpolitiker Oliver Jörg (29,2 Prozent). Zwischen den beiden liegen am Ende 509 Stimmen. Bei den Zweitstimmen liegt die CSU in Würzburg vor den Grünen.

In der Landeshauptstadt München sieht alles danach aus, dass die CSU von den Grünen als stärkste Partei wohl deutlich abgehängt wird. Nach der Auszählung von 851 der 954 Stimmbezirke liegen die Grünen mit 31,1 (2013: 12,1) Prozent der Gesamtstimmen klar vor der CSU mit 24,7 (36,7) Prozent. Die SPD bricht auf 12,9 (32,2) Prozent ein. Nach dem Zwischenergebnis dürften vier bis fünf der neun Direktmandate in München an die Grünen gehen. Ihr Spitzenkandidat Ludwig Hartmann ist im neu gebildeten Stimmkreis München-Mitte mit fast 44 Prozent nahezu unangefochten.