US-Außenminister Mike Pompeo hat ein Ende der Kämpfe im Jemen gefordert. Die Raketen- und Drohnenangriffe aus den von den Huthis kontrollierten Gebieten nach Saudi-Arabien und in die Vereinigten Arabischen Emirate müssten aufhören, teilte er mit. Darauffolgend müsse die von Saudi-Arabien geführte Koalition ihre Luftangriffe auf alle bevölkerten Gegenden im Jemen stoppen. Auch Verteidigungsminister James Mattis sagte, innerhalb der kommenden 30 Tage müssten alle Seiten Schritte für einen Waffenstillstand und Verhandlungen unternehmen.

Pompeo forderte die Konfliktparteien auf, noch im November "substanzielle Beratungen" unter Leitung des UN-Sondergesandten Martin Griffiths aufzunehmen. Diese sollten in einem dritten Land stattfinden. Darüber hinaus müsse über die schweren Waffen in dem Land beraten werden.

Die Menschen im Jemen leiden seit rund vier Jahren unter einem Bürgerkrieg, der begann, als aufständische Huthi weite Teile des Landes einnahmen. Das Nachbarland Saudi-Arabien ist mit der Regierung verbündet und bombardiert gemeinsam mit einer Koalition Stellungen der vom Iran unterstützten Rebellen. Dabei werden immer wieder Zivilisten getroffen.

Die UN sehen im Jemen die derzeit schlimmste humanitäre Katastrophe weltweit. Mehr als die Hälfte der Einwohner sind durch den andauernden Bürgerkrieg demnach von Hunger bedroht. In dem Krieg sind nach UN-Schätzungen mehr als 28.000 Menschen getötet worden, davon rund 10.000 Zivilistinnen und Zivilisten.