Der UN-Migrationspakt spaltet weiter die Nationen. Immer mehr Länder lehnen den globalen Pakt ab, der eine sichere, geordnete und reguläre Migration ermöglichen soll. Australiens konservative Regierung sagte, der Pakt könnte zur illegalen Einwanderung in das Land ermutigen. Dies bedrohe hart erkämpfte Erfolge im Kampf gegen den Menschenschmuggel.

Der Migrationspakt sei nicht im Interesse Australiens und stehe im Widerspruch zur Politik seiner Regierung, sagte Premierminister Scott Morrison. Morrison steht für eine harte Einwanderungs- und Asylpolitik in Australien. Die Regierung fängt Flüchtlinge, die Australien auf Booten erreichen wollen, ab und hält sie in Lagern auf Pazifikinseln fest.

Mit seiner Absage folgt Australien einer Reihe anderer Länder, die sich bereits gegen den Pakt ausgesprochen haben. Darunter sind die USA, Ungarn, Österreich, Tschechien, Bulgarien, Estland und zuletzt auch Israel und Polen. In Deutschland wird heftig über den Text gestritten, Kritik kommt vor allem von der AfD, er spaltet aber auch die Union. 

Der UN-Migrationspakt soll bei einer Konferenz am 10. und 11. Dezember in Marokko angenommen werden. Im Juli hatten sich die Vereinten Nationen nach 18 Monaten auf die Endfassung des Dokuments geeinigt. Mit dem Pakt soll illegale Einwanderung verhindert und legale Einwanderung besser gesteuert werden.