Die Präsidentschaftswahl in Afghanistan wird nicht wie geplant im April kommenden Jahres, sondern Monate später stattfinden. Die Unabhängige Wahlkommission begründete ihre Entscheidung mit technischen Problemen. Um diese zu lösen, werde mehr Zeit benötigt, hieß es.

Der stellvertretende Sprecher der Kommission, Abdul Asis Ibrahimi, nannte insbesondere die Ausbildung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Bedienung des biometrischen Identifikationssystems als Grund. Auch die zusätzliche Überprüfung von Wählerlisten braucht ihm zufolge mehr Zeit.

Bereits bei der Parlamentswahl im Oktober hatte es viele Verzögerungen gegeben. Damals waren am biometrischen System geschulte Mitarbeiter nicht in Wahllokale gekommen. Zudem konnten viele Wählerinnen und Wähler ihre Namen nicht in Wählerlisten finden. Zahlreiche Einsprüche und Anfechtungen von Ergebnissen waren die Folge.

Ein neuer Wahltermin für die Präsidentschaftswahl wurde noch nicht bekannt gegeben.